Interpretative Sozialforschung
Die Veranstaltung führt ein in Grundlagen und Praxis „Interpretativer Sozialforschung“. Unter „Interpretative Sozialforschung“ werden unterschiedliche, qualitativ orientierte Verfahren der Erhebung und Auswertung von Daten gefasst, deren Erkenntnisziel und -prinzip das „Verstehen“ ist.
Im Seminar sollen zunächst die Grundannahmen und methodologischen Kennzeichen solcher Forschung vermittelt werden. Besonders thematisiert wird dabei die Frage nach Qualitätskriterien und Gütestandards qualitativer Forschung.
Daran anschließend bietet das Seminar die Möglichkeit insbesondere die Auswertung von Daten im Zuge methodisch kontrollierter interpretativer Verfahren kennenzulernen. Im Mittelpunkt stehen dabei vier unterschiedliche Verfahren: Konversationsanalyse, Narrationsanalyse, Objektive Hermeneutik und die dokumentarische Methode. Die Analysefähigkeit der unterschiedlichen Verfahren wird mit Blick auf Leitfadeninterviews überprüft. Dabei soll die Auswertung und Interpretation textförmiger Daten an ausgewählten Beispielen praktisch erprobt werden.
Das Seminar verfolgt damit zwei Zielsetzungen: erstens, fundierte Kenntnisse über „Interpretative Sozialforschung“ zu vermitteln und, zweitens, die Praxis des Interpretierens von qualitativ generierten Daten einzuüben.
Teilnahmebedingungen/Scheinerwerb
regelmäßige Anwesenheit, Referat und schriftliche Arbeit
Einführende Literatur
Kleemann, F.; Krähnke, U.; Matuschek, I. (2009): Interpretative Sozialforschung. Eine praxisnahe Einführung. VS Verlag.